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„Das ist der wahre Kern von Advent und Weihnachten: die Dunkelheit wahrnehmen, im persönlichen Leben, im Umfeld, in der Stadt, in dieser Welt. Und die Sehnsucht wach halten, dass es anders sein könnte, heller, kreativer, lebensfroh, ja lebenssatt. Im Advent buchstabieren wir diese Sehnsucht als Warten. An Weihnachten zünden wir die Lichter an, damit die Hoffnung in der Dunkelheit spürbar, erfahrbar wird: „Licht scheint in der Finsternis."

„Ein gescheiter Mensch hat einmal gesagt, dass jeder selbst dafür verantworlich ist, wie es ihm oder ihr geht. … Auch wenn der Ärger manchmal durchaus seine Berechtigung hat, sollten Sie immer überlegen, worum es eigentlich geht. Wollen Sie schreien, weil Sie Dampf ablassen möchten, oder wollen sie Dinge verändern? Schreien, um Dinge dauerhaft zu verändern, geht nicht. Ein zorniger Soldat schlägt nur wild um sich.“ „Wem man nichts nehmen kann, über den bekommt auch der stärkste Gegener keine Macht.“

„Tatsächlich haben wir immer mehr zu tun und sind zugleich immer weniger zufrieden. Etwas fehlt uns und das sind jene nutzlosen Augenblicke, in denen nichts zählt, außer, dass wir einfach hier und jetzt da sind – ohne Absichten und ohne Ziele.“

„Das Mädchen zählte nunmehr Tiere und Gegenstände auf, und der Mann nickte ein jedes Mal und bestätigtes es. Auch ein Sandkorn. Auch eine Regenwolke. Auch die Erlen, die am Ufer wuchsen. Alles, was das Mädchen nannte, war die Welt. … Es war ein wenig stolz, da es die Welt so gut kannte. … Aber dann sagte er zu sich: Das stimmt, um diesen See bist du noch nicht gegangen. Und es beschämte ihn ein wenig. Du bist auch niemals durch das dichte Schilf gewatet. Du hast dir auch noch nie die Schuhe ausgezogen, um mal auf einen Baum zu klettern. Und es beschämte ihn, dass er nur immer auf dem Campingstuhl gesessen, nur immer in den Zeitungen gelesen hatte.“

Unsere Liebe und Selbstliebe zum Nächsten schützen den anderen davor, Täter zu sein, und lassen uns darauf verzichten, Opfer zu spielen, auch wenn wir dafür Wut, Ärger und Beschuldigungen in Kauf nehmen müssen. In Liebe tragen wir die Verantwortung für uns selbst und bürden sie nicht dem anderen auf.“

„Mutmachlied“ „Manchmal kribbelt´s mir im Bauch Und meine Knie, die schlottern auch, dann guck ich ängstlich um mich rum, das wird mir irgendwann zu dumm. Ich will doch wissen was los ist, weshalb, warum und wieso. Darum singe ich das Mutmachlied singt mit ganz einfach so.“

Genauern – „… um den eigenen Innenraum genauer zu erfahren. Sind sie mit anderen Menschen zusammen, dann wenden Sie sich für ein paar Atemzüge bewusst von ihrer Umgebung ab. Schauen sie aus dem Fenster, in den Himmel und fühlen Sie dabei tief in sich selbst, in den eigenen Körper hinein. Was bewegt sich in Ihnen? Ein Grummeln, eine Bitterkeit, ein Hoffnungsschimmer? Wie können sie die inneren Regungen noch genauer erfassen? Unterteilen sie einen Erfahrungsbereich in weitere kleinere Einheiten und stecken sie Energie in ihren Forschergeist. Dann verstehen Sie vielleicht, das Grummeln ist aus einem Wort entstanden, das aus dem letzten Gespräch nachklingt ... Je länger Sie diese Form der Achtsamkeit üben, umso besser und rascher gelingt Ihnen die Wahrnehmung ihrer inneren Regungen. … Sie fühlen sich stärker, weil sich ihre Kräfte nicht im inneren Verwirrtsein erschöpfen.“

„Panikattacken zählen zu den häufigsten Angsterkrankungen. Manchmal trifft es die Betroffenen aus heiterem Himmel, dann habe sie plötzlich Todesangst, Schmerzen am ganzen Körper, bekommen kaum noch Luft. Bei einer Panikattacke hat man das Gefühl, den Verstand zu verlieren. Einen rationalen Grund für alle diese Symptome gibt es selten, was die Situation für die Betroffenen nur noch unerträglicher macht. … Wenn sie dann aber merken, dass sie die Ängste überwinden können, macht sie das stolz. Eine überwundene Angst ist eine riesige Leistung.“

„Als ich heute Morgen nach etwa einer Stunde unseliger Grübelei wieder in meine Meditation einzutauchen versuchte, griff ich einen neuen Gedanken auf: Mitgefühl. Ich bat mein Herz, mir doch zu einer großzügigeren Einstellung gegenüber meinem Geist und meinen Gedanken zu verhelfen. Könnte ich nicht vielleicht, statt mich für eine Versagerin zu halten, akzeptieren, dass ich nur ein Mensch bin- und zwar ein ganz gewöhnlicher. …“