Naturfotografie als Weg aus der Depression

Das kann ich heute sagen, wenn ich zurückblicke. Ich erkrankte an einer Depression. Ich stellte mich dieser Krankheit, was nicht immer einfach war und ist.

Es veränderte sich für mich viel. Ich begab mich in Behandlung, arbeitete erfolgreich mit meiner Therapeutin und Hausärztin zusammen. Sie sagten mir öfter, so wie ich an die Krankheit und ihre Bewältigung herangehe, solle ich Anderen weitergeben. Ich wusste nur nicht wie. Von Anfang an beschäftige ich mich intensiv mit der Naturfotografie als Selbsttherapie.

Als Werner mich Anfang 2013 fragte, was ich mit meinen Bildern machen möchte, überlegte ich kurz und sagte: „Ich möchte mit meinen Bildern Freude bringen.“ Er schlug mir eine Ausstellung vor. An diese Möglichkeit hatte ich noch nie gedacht.

So entstand die Idee, mit diesen Fotos zu zeigen, wie ich mit der Krankheit umgegangen bin und umgehe. Durch die Natur, die Erlebnisse, die Tiere, Pflanzen, die Bilder lernte ich wieder Freude zu empfinden und noch mehr. Ich weiß wieder, was richtige Glücksgefühle sind. Ganz besonders intensiv ist die Beziehung zur Wuhle. Viele Stunden verbrachte ich hier und verbringe sie auch heute noch hier. Etwas von dem Erlebten möchte ich mit den Bildern zeigen. Ich lernte, dass ich diesen „Ort“ für mich brauche, um wieder zu mir zu finden.

Für andere, die ich kennenlernte, hat diese Wirkung, ist dieser „Ort“, die Musik, das Singen, das Tanzen, das Basteln oder Malen. Für mich ist es die Natur mit ihren versteckten Schönheiten, den Tieren, die oftmals ganz besondere Dinge anstellen, meine Fotos. Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen und mich bei einem Ausschnitt aus diesem Erleben begleiten.